iPhone 14 vs. 13 – Mach bloß keinen Fehler!

Das iPhone 14 wurde letzten Mittwoch vorgestellt. Es gibt einige interessante Neuerungen, aber die meisten werden schon mitbekommen haben, dass es sich für den Alltag doch so gut wie nichts geändert hat. In diesem Artikel gehen wir darauf mal genauer ein. Denn es gibt doch viele kleine Änderungen, die im ersten Moment vielleicht gar nicht auffallen oder gar tief im Datenblatt versteckt sind.

Farben – Dasselbe ohne Grün.

alle farben des iphone 14

Beginnen wir ganz klassisch mit dem Äußeren des Handys. In diesem Fall mit den Farben. Die Überschrift verrät dabei schon ganz gut, was hier passiert ist. Denn während es das iPhone 13 in sechs verschiedenen Farben gibt, hat man beim iPhone 14 nur die Auswahl zwischen fünf Farben. Dabei wird uns wahrscheinlich in einem halben Jahr die sechste nachgereicht. Trotzdem heißt das für jetzt erstmal, dass wir auf die Farbe Grün verzichten müssen. Gleichzeitig wurden alle Farben heller, verspielter und etwas farbentsättigter. Pink wurde im gleichen Zug zu Lila.

farbvergleich iphone 14 und 13 blau

Welche Farbpalette man lieber mag, ist jedem selber überlassen. Ich persönlich bin jedoch eher ein Fan von kräftigen Farben. Ansonsten hat sich am Design nichts verändert. Nutzt du also sowieso eine Handyhülle, wird niemand einen Unterschied feststellen.

Wieder keine Upgrade im Display.

Auch das Display scheint das exakt identische zu sein. Dieselbe Helligkeit, dieselbe Auflösung und sogar dieselbe Bruch- und Kratzfestigkeit. Lediglich könnte man hier aufführen, dass es nun auch das normale 14ner Modell, also auch die nicht Pro Variante in einer großen Version erhältlich ist. Das nennt sich dann iPhone 14 Plus und hat statt einem 6,1 Zoll Display ein 6,7 Zoll Display. Entsprechend gibt es auch mehr Pixel, sodass man eine nahezu identische Pixeldichte behält. Die Bilderwiederholrate liegt hier wie erwartet weiterhin bei 60 Bildern pro Sekunde.

Die Kamera kann nicht mehr, ist aber besser!

selfies mit dem iPhone

Der Sensor der Hauptkamera wurde um ca. 11,7% Prozent vergrößert und die Blende ist ein Stück weiter offen. Somit kann die Kamera zum einen mehr Licht einfangen und zum anderen erhöht sich die natürliche Tiefenunschärfe. Außerdem sinkt die Belichtungszeit, sodass auch in der Dämmerung besser Bewegungen oder Details eingefangen werden können.
Auch die Front-Kamera hat eine offenere Blende, von der wieder speziell Aufnahmen im Dunklen profitieren.

Aber all dies sind Vorteile, die bei Bildern im Alltag nicht so viel ändern. Ob ich jetzt im Dunklen eine Sekunde lang auf das Bild warte oder zwei. Wo es jedoch einen Unterschied macht, ist bei Videoaufnahmen. So rauschen diese voraussichtlich etwas weniger.
Und dieses Rauschen sieht man aktuell nicht nur Nachts, sondern auch bei HDR-Videos am Tag.
Hier bin ich sehr gespannt, wie sich das iPhone 14 also wirklich schlagen wird. Wenn du das auch bist, abonniere den Kanal, hier plane ich dazu auch schon einen vollständigen und ausführlichen Kameravergleich.

Bleiben wir kurz bei den Videos, denn diese haben eine verbesserte Bildstabilisierung. Laut Apple kann man damit problemlos rennen und man erhält trotzdem komplett flüssige Aufnahme.

Kameras des iPhones

Bisher klang der Abschnitt so, als wäre die Low-Light-Performance bei Bildern zwar besser, aber nicht nennenswert und alle Änderungen würden sich nur auf die Videos beziehen. Doch gibt es nicht nur die beschriebenen Hardware-Upgrades, sondern auch eine optimierte Bildverarbeitung. Und da alles einen Namen braucht, nennt Apple diese „Photonic Engine“. Apple schießt ja, wenn du auf den Auslöser drückst, bekanntlich nicht nur ein Bild, sondern ganz viele verschiedene, verarbeitet dann diese und fügt sie Pixel für Pixel zusammen. Die vorgenommenen Änderungen an der Abfolge dieser Schritte kombiniert mit weiterer Optimierung sorgt jetzt wohl für eine verdoppelte Low-Light-Performance mit mehr Details und kräftigeren Farben.

Ob das reicht, um bei dieser Thematik wieder einen Schritt der Konkurrenz voraus zu sein, werden wir noch sehen. Ansonsten scheint die Kamera durchaus solide. Die resultierende Auflösung der Bilder ändert sich übrigens nicht, genauso wie der Ultraweitwinkel.

Kleines Upgrade beim Prozessor.

A15 Chip mit 5 GPU Kernen

Beim Prozessor hast du wahrscheinlich schon gehört, dass es keine Änderungen zum iPhone des letzten Jahres gibt. Das stimmt jedoch nicht ganz.
Bei der Art und Weise wie Prozessoren hergestellt werden, kommt es bei einer Mehrheit der Chips dazu, dass einzelne GPU Kerne nicht funktionieren. Das weiß man natürlich vorher, daher lässt Apple ihre Chips mit mehr GPU Kernen produzieren. Ist ein Kern dann defekt, wird er einfach deaktiviert. Funktionieren jedoch alle Kerne, legt Apple diesen Chip mit leicht mehr Power auf Seite. Das haben Sie in der Vergangenheit bereits öfter gemacht und auch dieses Jahr, erwarten uns leicht stärkere A15 Prozessoren mit einem GPU-Kern mehr.
Was das am Ende in Benchmarkwerten bedeutet, hat Apple nicht verraten, werdet ihr dann aber im ausführlichen Test von uns herausfinden.
Wer aber eh nur gelegentlich spielt, wird selbst kaum einen Unterschied erkennen können.

Sicherheit

Apple hat dieses Jahr einen großen Wert auf Sicherheit gelegt. Dabei geht es nicht etwa um die Sicherheit deiner Daten, sondern um die Sicherheit deines Lebens.
So erkennt dein Handy jetzt Autounfälle und kann eigenständig Hilfe rufen.

Auch gibt es die Möglichkeit, ein Notsignal per Satellit zu versenden. Damit die Antennen des iPhones die weit entfernten Kommunikations-Satelliten wirklich erreichen können, muss das Handy korrekt ausgerichtet sein. Dabei unterstützt die entsprechende App. Leider ist das alles in meinen Augen noch nicht optimal, um damit groß zu werben oder sich in Extremsituationen darauf zu verlassen. Denn du benötigst einen klaren Himmel und selbst dann 15-60 Sekunden für eine Nachricht.

Die meisten, wirklich schweren Unfälle passieren ja auch nicht bei klarem Himmel, sondern wenn plötzlich ein Schneesturm oder Gewitter aufkommt, die Wege rutschig werden oder die Sicht schlecht wird. Abgesehen davon funktioniert das eh noch nicht überall und so auch nicht auch in Deutschland.
Sollte es irgendwann jedoch dazu kommen, wird das ganze wohl nicht kostenfrei bleiben. So heißt es aktuell nur, dass der Service die nächsten 2 Jahre gratis ist. Wie es danach weiter aussieht, steht jedoch noch in den Sternen.

SOS Apple iPhone14

Endlich besserer Bluetooth!

Mit Bluetooth 5.3 überspringt das iPhone 14 im Vergleich zum Vorgänger direkt zwei Bluetooth Generationen. Insgesamt werden Bluetoothverbindungen wie etwa für Kopfhörer schneller, stabiler und energieeffizienter. So können besser mehr Geräte gleichzeitig angesteuert werden und das bei bestmöglicher Soundqualität.
Auffallen wird der Unterschied jedoch kaum und ich denke nicht, dass ihr euch in den nächsten paar Jahren ärgern könntet, solltet ihr weiterhin den älteren Bluetooth Standard im Handy verbaut haben.

Kleine Schritte beim Akku.

Der Akku ist auf dem Papier minimal langlebiger. Eine Stunde soll man länger Videos schauen können und 5h länger Musik hören. Beim Plus Modell kommen laut Datenblatt nochmal weitere 4 Stunden Netflix und 20 Stunden Musik darauf. Geladen wird überall mit denselben maximalen 20 Watt. Sowohl bei dem normalen iPhone 14, als auch bei dem iPhone 14 Plus.

Fazit

Am Ende fallen die Änderungen durchaus gering aus. Ein unverändertes Design mit angepassten Farben, das gleiche Display wie im Jahr zuvor, die identischen Kamerafunktionen, ein alter Prozessor, Sicherheitsfunktionen, die wir hier teilweise nicht mal nutzen können und ein neuer Bluetooth-Standard, der doch irgendwie keinen Unterschied macht. Wenn man das so aufzählt, klingt das ganze doch sehr ernüchternd. Doch man muss auch ehrlicherweise sagen, dass die Kameras, sofern sie halten, was die Daten versprechen, wirklich besser sein werden und der verbesserte Akku speziell im 14 Plus auch interessant klingt. Wer aber nun mal Wert auf Akku und Kamera legt, sollte sich jetzt im Anschluss direkt das verlinkte Video mit dem Vergleich zwischen dem 13 Pro Max und dem 14 Plus anschauen.

alle Farben des iPhone 13 und 14

Aber um hier abschließend zu einem Fazit zu kommen, müssen wir noch den Preis betrachten. Apple fragt sich das iPhone 14 für 999€ aufwärts, während das iPhone 13 auch neu von Apple ab 899€ erhältlich ist.
Das sind schonmal 100€ unterschied. Kauft man dann noch bei unserem Sponsor Notebooksbilliger.de bekommt man es sogar bereits für nur 859€.
Da sich dieser Aufpreis wirklich kaum lohnt, spart euch lieber diese knapp 150€ und greift zum iPhone 13 oder legt nochmal 150€ darauf und kauft das iPhone 13 Pro.

Über Mario Bock

Ich teste leidenschaftlich gerne Technik. Daher findest du von mir auf diesem Blog und unserem YouTube-Kanal spannende und ausführliche Testbereichte.

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