14″ MacBook Pro vs. MacBook Air (M1): Welchen Laptop solltest du kaufen?

14" MacBook Pro vs M1 MacBook Air

Wenn man einen kompakten Laptop von Apple möchte, dann muss man sich zwischen dem M1 MacBook Air und dem 14″ MacBook Pro entscheiden. Das 13″ MacBook Pro klammere ich an dieser Stelle bewusst aus. Es konnte mich im Vergleich zum MacBook Air kaum überzeugen.

Das neue 14″ MacBook Pro verspricht, das MacBook Air in fast allen Disziplinen zu übertrumpfen. Dafür kostet es mit mindestens 2.249 € auch doppelt so viel, wie das MacBook Air für 1129 €. Beide MacBooks sind für ihren Preis einzigartige Laptops, die die Konkurrenz in vielen Bereichen in den Schatten stellen. Doch was genau unterscheidet die beiden MacBooks eigentlich voneinander und welches MacBook solltest Du Dir kaufen? Finden wir es heraus!

Keine Lust zu lesen? Diesen Artikel gibt es auch als Video!

Das MacBook Air ist schöner und leichter

Wer es wirklich kompakt will, dem wird das MacBook Air besser gefallen. Es ist sichtlich dünner und ganze 300 g leichter. Mir gefällt das Design vom MacBook Air insgesamt etwas besser – Das MacBook Pro ist vor allem etwas klobiger.

MacBook Air auf MacBook Pro 14"

Beide MacBooks sind jedoch erstklassig verarbeitet. Das Gehäuse besteht jeweils aus mattem Alumium. Dadurch wirken die MacBooks hochwertig und man braucht sie gleichzeitig nicht mit Samthandschuhen anfassen.

Weiterhin gibt es das MacBook Air in einer zusätzlichen Farbe. Neben Silber und Space Grey ist das MacBook Air auch in Gold erhältlich.

Ein Display ist gut, das andere überragend

Klappt man die MacBooks auf, dann sieht man zum ersten Mal, dass das MacBook Pro moderner ist. Die Displayränder vom MacBook Air sehen im direkten Vergleich schon ziemlich altbacken aus. Durch die dünneren Displayränder hat das MacBook Pro ein größeres Display, bei ähnlicher Gehäusegröße. Aber auch sonst hat das Display im MacBook Pro einige interessante Verbesserungen zu bieten.

MacBook Pro Displayränder

Der größte Unterschied besteht wohl in der Displaytechnologie. Während im MacBook Air ein klassisches – wenn auch ziemlich gutes – LCD-Panel verbaut ist, hat Apple dem 14″ MacBook Pro ein Mini-LED-Display spendiert.

Während das Display im MacBook Air eine durchgängige Hintergrundbeleuchtung hat, gibt es beim MacBook viele kleine Beleuchtungszonen, die einzeln angesteuert werden können. Dadurch kann das Mini-LED-Display an einer Stelle tiefstes Schwarz anzeigen, während eine andere strahlend hell ist. Kurzum: Das Display im MacBook Pro glänzt insbesondere durch bessere Kontrastwerte und der Möglichkeit darauf HDR-Inhalte zu bearbeiten.

Mini LED vs LCD

In dieser Übersicht habe ich dir alle Unterschiede der Displays zusammengefasst:

FeatureMacBook AirMacBook Pro Nutzen
DisplaytechnologieLCDMini-LEDDas Display im MacBook erreicht bessere Kontrastwerte.
Auflösung 13,3″ Display, native Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln bei 227 ppi14,2″ Display, 3024 x 1964 native Auflösung bei 254 ppiDas Display im MacBook Pro ist minimal schärfer. Der Unterschied ist jedoch mit dem bloßen Auge kaum sichtbar.
HelligkeitMaximal 400 Nits typische HelligkeitMaximal 500 Nits typische Helligkeit
HDR: 1000 Nits auf dem gesamten Display,
1600 Nits in einzelnen Bildbereichen
1. Das MacBook Pro lässt sich bei Gegenlicht etwas besser ablesen.
2. Auf dem MacBook Pro kann man HDR-Content erstellen und wiedergeben.
FarbdarstellungGroßer Farbraum (P3), 1 Millionen FarbenGroßer Farbraum (P3), 1 Milliarde FarbenDas MacBook Pro kann Farbabstufungen detaillierter wiedergeben und eignet sich daher etwas besser für professionelle Farbbearbeitung.
Bildwiederhol­rate60 Hz BildwiederholrateProMotion Technologie für adaptive Bildwiederhol­raten bis 120 HzDurch die höhere Bildwiederholrate sieht das Display im MacBook Pro etwas flüssiger aus

Es mag so wirken, als wäre das Display im MacBook Pro viel besser als das im MacBook Air. Und ja, das ist es wohl auch. Dennoch muss man sich fragen, welchen Nutzen man persönlich aus dem Display im MacBook Pro ziehen kann. Ich würde es wie folgt zusammenfassen: Das MacBook Air hat ein gutes Display, das selbst zu Bearbeitung von Fotos und Videos gut geeignet ist. Das MacBook Pro hingegen hat einfach das beste Display in einem Laptop. Machen wir es kurz: Wer sein Geld damit verdient, Fotos und Videos zu bearbeiten, der kann mit dem MacBook Pro genauer arbeiten und daher auch mehr Geld verdienen. Wer das jedoch nicht tut, wird auch mit dem Display im MacBook Air sehr glücklich.

Was ist besser als viel Leistung? Noch viel mehr Leistung!

Das MacBook Air hat mit dem Apple M1 Chip die Laptopwelt auf den Kopf gestellt. Es gibt nach wie vor keinen einzigen anderen Laptop für diesen Preis, der so viel Leistung, bei so guter Akkulaufzeit bieten kann. Mit dem M1 Pro und M1 Max hat Apple aber noch mal eine Schippe drauf gelegt. Die Frage ist jedoch: Wie viel Leistung brauchst du überhaupt?

Bei der alltäglichen Nutzung kann ich zwischen dem M1 im MacBook Air, dem schwächsten M1 Pro im 14″ MacBook pro und dem stärksten M1 Max keinen Unterschied wahrnehmen. Wer also nur im Web surfen, Texte schreiben, Präsentationen erstellen oder Videos schauen will, der braucht ganz sicher kein MacBook Pro.

Will man jedoch mit seinem MacBook anspruchsvollere Aufgaben erledigen, dann sieht das schon etwas anders aus.

Frag dich also: kannst du mit einem schnelleren MacBook mehr Geld verdienen, indem du Zeit einsparst? Falls ja, nimm das MacBook Pro – Den Aufpreis hast du in Windeseile wieder eingespielt.

Und wenn du dich jetzt fragst, welchen Prozessor du nehmen solltest, dann solltest du dich eher fragen: Kann ich mit einem noch schnelleren Prozessor noch schneller arbeiten? Sieh es so: Das Upgrade auf den stärksten Chip kostet dich beim Kauf 730 €. Bist du Unternehmer, dann aufgrund Abschreibung und Umsatzsteuer nur ungefähr die Hälfte. Bei einem monatlichen Umsatz von 3000 €, hättest du selbst bei nur 1 % höherer Arbeitsgeschwindigkeit, die Mehrkosten in gerade mal einem Jahr wieder drin.

Für mich besteht bei betrieblichen Anschaffungen immer die nur eine Frage: Kann ich es mir gerade Leisten und bringt es mir in Zukunft mehr Geld, als es mich gekostet hat. Wenn beides zutrifft, dann gebe ich auch gerne etwas mehr aus.

Um in Erfahrung zu bringen, welche Prozessorkonfiguration, für deinen Workflow wie viel mehr Leistung bringt, empfehle ich dir spezifische Videos zu diesem Thema zu schauen, da das von Anwendungsbereich zu Anwendungsbereich variiert. Das beste deutschsprachige Video zum Thema ist das von Apfelwelt. Für den schnellen Überblick findest du hier direkt die Geekbench-Werte im Überblick:

Der M1 Max ist im Videoexport zum Beispiel in meinem Fall etwa doppelt so schnell, wie der M1 Chip. Ich würde schätzen, dass mein Arbeitstempo im Videoschnitt insgesamt um ca. 10 % gestiegen ist. Da meine Arbeit nicht nur aus Videoschnitt besteht, ist mein Arbeitstempo insgesamt schätzungsweise um 2,5% gestiegen. Für mich ergibt der leistungsstärkste Chip also durchaus Sinn. Ob das bei dir ebenfalls so ist, kannst nur du selbst entscheiden. Man sollte jedoch bedenken, dass bei steigender Leistung, die Akkulaufzeit etwas abnimmt.

Ps.: Wer denkt, dass das MacBook Air aufgrund des fehlenden Lüfters leiser ist, der hat nur in der Theorie recht. Das MacBook Pro hat zwar Lüfter, diese habe ich jedoch bisher noch fast nie gehört. Macht euch über Lüftergeräusche also bitte generell keine Sorgen.

Das MacBook Air ist der Akku King!

Das MacBook Air hat eine überragende Akkulaufzeit, die selbst die Laufzeit des 14″ MacBook Pros übertrifft. Apple macht hierzu selbst folgende Angaben, welche sich in etwa mit meinen Messungen vergleichen lassen:

SzenarioMacBook Air (M1)14″ MacBook Pro (M1 Pro)16″ MacBook Pro (M1 Max)
Videostreaming18 h 17 h21 h
Surfen im Web 15 h11 h14 h
Videoschnitt (Meine Messungen)7 h 5,5 h7 h

Der M1 Pro erreicht im gleichen MacBook eine etwas bessere Akkulaufzeit, als der M1 Max. Dafür ist der M1 Max natürlich auch schneller. Gleiches gilt auch für den Vergleich vom MacBook Air mit dem 14″ MacBok Pro. Der Akku vom MacBook Air hält länger durch, dafür kann man anspruchsvoller Aufgaben mit dem MacBook Pro schneller erledigen. Mit dem MacBook Pro schafft man mit einer Akuladung also meistens mehr, als mit dem MacBook Air. Zumindest dann, wenn man entsprechend anspruchsvolle Aufgaben damit erledigt. Wer nur Office-Arbeiten macht oder im Web surft, erreicht mit dem MacBook Air sichtlich bessere Akkulaufzeiten.

Mehr Anschlüsse, mehr Möglichkeiten?

Das MacBook Air hat lediglich

  • 1 x Klinkenanschluss und
  • 2 x Thunderboltanschlüsse im USB-C Format.

Das 14″ MacBook Pro ist hier deutlich besser aufgestellt. Es hat

  • 3 x Thunderboltanschüsse im USB-C Format
  • 1 x MagSafe Ladeanschluss
  • 1 x Kopfhöreranschluss mit Unterstützung für Kopfhörer mit hoher Impendanz
  • 1 x HDMI 2.0 Anschluss und
  • 1 x UHS-II SD-Kartenleser.

Mehr Anschlüsse bedeuten für mich, dass ich entspannter arbeiten kann. Auch ist die höhere Ladegeschwindigkeit über MagSafe eine schöne Sache. Ein guter Thunderbolt Hub verschafft einem jedoch auch beim MacBook Air genügend Anschlüsse und je nachdem, was man mit seinem MacBook Pro macht, reichen auch die zwei Thunderboltanschlüsse vollkommen aus. Ich persönlich will meinen SD-Kartenleser jedoch nicht mehr missen.

Außerdem kann man an das MacBook Pro mehr Displays anschließen. An das MacBook Air kann man lediglich ein externes Display mit einer Auflösung von bis zu 6K bei 60 Hz anschließen. Das MacBook Pro mit M1 Pro kann hingegen zu zwei externe Displays mit bis zu 6K Auflösung bei 60 Hz und über einer Milliarde Farben. Hat man ein MacBook Pro mit M1 Max, dann kann man sogar bis zu drei externe Displays mit bis zu 6K Auflösung und ein externes Display mit bis zu 4K Auflösung bei 60 Hz und über einer Milliarde Farben anschließen.

Tastatur und Trackpad – Fast auf Augenhöhe!

Gott sei Dank ist Apple zur Tastatur mit Scherenmechanismus zurückgekehrt. Die Tastaturen in beiden MacBooks haben einen angenehmen Tastenhub und sind verhältnismäßig leise. Optisch gefällt mir die Tastatur im MacBook Pro etwas besser, funktional gibt es aber keine nennenswerten Unterschiede. Auch der Fingerabdrucksensor funktioniert bei beiden MacBooks absolut zuverlässig.

MacBook Pro Trackpad neben MacBook Air TrackPad

Beim Trackpad sieht es ähnlich aus. Beide MacBooks haben geniale Trackpads. Hier kann kein anderer Hersteller mithalten. Jedoch ist das Trackpad beim MacBook Pro etwas größer – Ich mag es daher lieber.

Diese Lautsprecher müsst ihr gehört haben!

Das 14″ MacBook Pro hat die besten Lautsprecher in einem kompakten Laptop. Punkt. Ich kenne nur einen einzigen Laptop überhaupt, der den Sound noch übertreffen kann – Das 16″ MacBook Pro. Doch auch das MacBook Air klingt besser als viele vergleichbare Laptops.

Dennoch gilt: Wer ohne Kopfhörer professionell Ton auf seinem MacBook bearbeiten will, greift besser zum MacBook Pro. Es liefert noch mal deutlich mehr Bass, wird lauter und klingt voller. Auch hört man bei Musik einfach mehr Details. Ich frage mich ernsthaft, wie Apple so gute Lautsprecher in ein so kompaktes Gehäuse bauen konnte.

Kamera und Mikrofone – Kaum vergleichbar!

Das MacBook Air hat eine 720 P Kamera sowie einen Ring aus drei Mikrofonen. Die Kamera ist okay und die Mikros sind für Videotelefonate vollkommen ausreichend. Das MacBook Pro setzt jedoch noch mal eins obendrauf. Die 1080 P Kamera in der Notch liefert ein besseres Bild als alle anderen Laptops, die ich kenne und mit den Mikrofonen kann man auch gern mal zur Not einen Podcast aufnehmen.

Ps.: Macht euch keine Sorgen um die Notch. Da sie nur in die Statusleiste hineinragt, fällt sie mir nie negativ auf und wenn man will, wird sie mit einem passenden Hintergrund quasi unsichtbar.

Mehr Speicher, mehr RAM, mehr Möglichkeiten?

Das MacBook Air kommt standardmäßig mit 256 GB SSD Speicher und 8 GB RAM. Maximal kann man 16 GB RAM und 2 TB SSD Speicher konfigurieren. Das MacBook Pro kommt standardmäßig mit 500 GB SSD Speicher und 16 GB RAM. Maximal kann man 32 GB RAM und 8 TB SSD Speicher konfigurieren. Wie viel Speicher und RAM man benötigt, hängt ganz davon ab, was ihr mit dem MacBook machen wollt. Für Office-Anwendungen und andere Standardaufgaben sind die 8 GB RAM des MacBooks Airs vollkommen ausreichend. Bei anderen Aufgaben kann man gewissermaßen nicht genug RAM haben.

Fazit: Es kommt darauf an, was du machst.

Das MacBook Pro ist dem MacBook Air in quasi allen Aspekten deutlich überlegen. Und stattet man das MacBook Air wie das MacBook Pro mit 16 GB RAM und 500 GB SSD Speicher aus, dann sinkt der Preisunterschied auf 660 €.

Verdienst du mit deinem MacBook dein Geld und ziehst einen relevanten Nutzen aus dem besseren Display, der höheren Leistung, den zusätzlichen Anschlüssen, den besseren Mikrofonen, der besseren Kamera oder den besseren Lautsprechern, dann sollten die 660 € für dich keine Rolle spielen.

Wer also professionell Videos schneidet, Fotos bearbeitet, Musik abmischt oder programmiert – Und das nötige Kleingeld übrig hat – sollte zum MacBook Pro greifen. Machst du jedoch lediglich Office-Arbeiten oder arbeitest hobbymäßig mit deinem MacBook, dann ist das MacBook Air die klügere Wahl. Und keine Sorge: Auch mit dem MacBook Air kann man grundsätzlich alles machen, was man mit dem MacBook Pro machen kann.

Beide MacBooks sind für ihren Preis ausgezeichnete Laptops. Und selbst wenn Apple bald ein neues MacBook Air vorstellt, dann wird das aktuelle nach wie vor eine gute Wahl, zu einem günstigeren Preis sein. Schlagt also gerne zu.

Über Moritz

Hey, ich bin 23 und teste leidenschaftlich gern Technik. Auf meinem YouTube Kanal, diesem Blog, Instagram oder auch TikTok findet ihr daher diverse Testberichte, Vergleiche und vieles mehr! 

Weitere Artikel

Weitere Artikel