Welches iPad solltest Du kaufen? Alle iPads im ausführlichen Vergleich!

Alle iPads im Vergleich

In den letzten Monaten erreichte mich immer wieder die Frage, welches iPad ihr euch in eurer Situation am besten kaufen solltet. Da ich leider nicht die Zeit habe jedem individuell zu antworten, habe ich beschlossen, einen Artikel zu schreiben, indem ich wirklich alle iPad Modelle miteinander vergleiche und euch zeige, welches iPad für welchen Anwender die beste Lösung darstellt. 

Welche Display-Größe?

Die erste Frage, die du dir stellen solltest, wenn du dir überlegst ein iPad zu kaufen, ist welche Größe dieses haben soll. Möchtest du lieber ein kleines iPad, wie das iPad Mini? Ein normal großes iPad wie das iPad 10, das iPad Air oder das 11 Zoll iPad Pro? Oder möchtest du ein großes iPad wie das 12,9 Zoll iPad Pro? Da diese Frage besonders wichtig ist, werden wir an dieser Stelle zunächst die verschiedenen iPad-Größen einmal durchgehen. Ich werde euch sagen, welche iPad-Größe für welchen Anwendungsfall besonders gut geeignet ist. 

Kleine iPads

Beginnen wir hierbei zunächst mit den kleinen iPad-Modellen. Ein kleines iPad eignet sich insbesondere dafür, es einfach nur als Tablet zu benutzen, insbesondere wenn man hierbei auf eine kompakte Form Wert legt. Ein kleines iPad ist also ideal, wenn ihr damit im Web surfen wollt, Filme ansehen wollt, Spiele spielen wollt, euch Notizen machen oder auch wenn ihr eurer iPad als eBook verwenden wollt. Um es kurz zu machen, ihr bekommt keinen Laptop-Ersatz, sondern wirklich einfach nur ein Tablet. 

iPad mini

Normalgroße iPads

Sprechen wir als Nächstes über die normal großen iPads, für die sich vermutlich die meisten von euch interessieren, mit einem etwa 11 Zoll großem Display. Diese haben natürlich noch mal deutlich mehr Anwendungszwecke, als es bei einem iPad Mini der Fall ist. Insbesondere haben wir einfach ein größeres Display, wodurch man professionellere Apps nutzen kann, bei denen größere Displays einfach besser sind. 

Willst du also Fotos bearbeiten oder auf deinem iPad zeichnen oder malen, dann greif mindestens zu einem normal großen iPad. Außerdem kann man die normal großen iPads auch hervorragend mit externen Tastaturen verwenden, wodurch man sie durchaus als Notebook-Ersatz verwenden kann. Man kann natürlich durch das größere Display auch deutlich besser im Multitasking-Modus auf dem iPad arbeiten.

iPad mit Magic Keyboard

Große iPads

Sprechen wir zu guter Letzt noch über die großen iPad-Modelle. Diese solltest du meiner Meinung nach dann kaufen, wenn du dein iPad wirklich primär als Laptop Ersatz verwenden möchtest. Dann ist ein größeres Display noch mal besser, um damit produktiv zu arbeiten. Aber auch wenn du professionell auf deinem iPad zeichnen oder malen möchtest, ist ein größeres Display natürlich deutlich besser. Generell eignet sich so ein großes Display, um darauf Videos zu schneiden oder Bilder zu bearbeiten. Der Platz auf dem Display ermöglicht immer eine professionellere Anwendung. Man darf natürlich aber auch nicht vergessen, dass ein größeres iPad am Ende teurer ist und vor allem größer. Also ist es bei Weitem nicht mehr so leicht und kompakt, wie die anderen iPad Modelle.

Vergleich iPad 11 Zoll und iPad 12,9 Zoll

Nachdem wir nun geklärt haben, welche iPad-Größe für welchen Anwendungsfall die beste Wahl ist, gehen wir die einzelnen iPad-Größen durch. Ich werde euch hierbei in den einzelnen Kategorien natürlich empfehlen, welche aktuellen bzw. auch welche älteren iPad-Modelle für welchen Anwendungszweck die beste Wahl sind. 

Das iPad Mini

Beginnen wir zunächst mit den kleinen iPads und hier ist es relativ einfach, denn es gibt nur ein Modell, das ich wirklich empfehlen kann. Das ist das iPad Mini der sechsten Generation. Ihr bekommt dieses mittlerweile für 617 € auf Amazon und dafür bekommt ihr ein wirklich leistungsstarkes kompaktes Gerät. Es ist einfach ein sehr gutes Tablet, mit sehr gutem laminierten 60 Hertz Display, sehr guter Akkulaufzeit, Stereo-Lautsprechern und Unterstützung für den Apple Pencil der zweiten Generation. 

Für mich persönlich war das iPad Mini der sechsten Generation mein liebstes Tablet in den letzten Monaten. Ich habe damit im Web recherchiert, auf der Couch gesessen, Spiele gespielt, Filme angesehen und es hat mich auch unterwegs immer begleitet. Es ist super kompakt und funktioniert als Tablet wirklich ausgezeichnet. Aber es kommt natürlich an seine Grenzen, wenn man damit professionellere Aufgaben machen möchte. Dementsprechend ist es nur für die Leute empfehlenswert, die halt wirklich ein iPad suchen, das als Tablet funktionieren soll. 

iPad mini

Doch wie sieht es hier mit den älteren Generationen aus? Ehrlich gesagt sind diese nicht wirklich empfehlenswert. Apple hat mit dem iPad Mini der sechsten Generation endlich ein neues Design eingeführt, was natürlich sehr stark an die iPad Pro Modelle erinnert. Zudem gibt es endlich auch Unterstützung für den Apple Pencil der zweiten Generation. Das fehlt eben alles bei den älteren iPad Mini Generationen. Deswegen würde ich von diesen aktuell eher abraten.

Die normal großen iPads

Sprechen wir als Nächstes über die iPads mittlere Größe und hier wird es erst so wirklich kompliziert. Denn es gibt nicht nur mehrere aktuellen Modelle zur Auswahl, sondern auch mehrere ältere Generationen, die nach wie vor empfehlenswert sind. Das liegt daran, dass diese Modelle einfach die beliebtesten iPad-Modelle sind. Da es die meisten Leute von euch bevorzugen ein neues iPad zu kaufen und der Gebrauchtwarenmarkt bei den iPads aktuell extrem ausgedünnt ist und viele Modelle gar nicht mehr verfügbar sind bzw. gar nicht mal so günstig sind, werde ich mich hier primär auf die aktuell verfügbaren Modelle konzentrieren. Ich werde natürlich aber auch immer ansprechen, welche älteren Modelle es gibt und mit welchen Defiziten und mit welchen Vorteilen sie gegebenenfalls einherkommen und ob sie empfehlenswert sind, wenn man sie für einen guten Preis bekommt.

Im konkreten spreche ich hierbei vom iPad 9, welches aktuell für 379 € zu haben ist, dem iPad 10 für 529 €, dem iPad Air 5 für 689 € bzw. dessen eigenen Vorgänger, dem iPad Air 4 und dem 11 Zoll iPad Pro aus 2022 für 969 € und dessen Vorgänger zurückgehend bis zum Modell aus 2018. Wir gehen jetzt gemeinsam alle iPad Modelle durch. Beginnen werde ich hierbei mit dem günstigsten und spreche dann über die jeweiligen Vorteile, die man für mehr Geld mit der nächst besseren Generation dazu kaufen kann.

Das iPad 9

Beginnen wir also mit dem iPad 9. Es ist das einzige iPad im alten Design, was man aktuell noch auf der Apple Homepage neu kaufen kann. Es bietet zwar einen guten Einstieg in das iPad OS Ökosystem. Wir bekommen einen sehr leistungsstarken Prozessor, mit dem man die ganzen tollen Apps aus iPad OS nutzen kann. Aber das war’s dann leider auch schon. 

Zunächst wäre da das nicht besonders gute Display. Es ist zwar hochauflösend und auch wirklich hell, aber mehr auch nicht. Es ist nicht randlos, wir haben also oben und unten dicke Displayränder. Das Display hat keine Laminierung, da eine Luftschicht zwischen Displayglas und den Pixeln ist, es fehlt die Antireflexbeschichtung, das heißt Licht spiegelt sich sehr stark auf diesem Display und auch der P3 Farbraum wird leider nicht unterstützt, wodurch es für Farbbearbeitung nicht wirklich geeignet ist. 

iPad 9

Hinzukommen dann lediglich passable Lautsprecher, welche sich auch noch beide auf der Unterseite des iPads befinden. Möchte man also einen Film auf dem iPad im Landscape-Modus anschauen, dann kommt der Ton von der rechten Seite. Wir haben keinen echten Stereoklang. Auch unterstützt das iPad 9 lediglich den Apple Pencil der ersten Generation, welcher dann über Lightning am iPad selbst aufgeladen wird. Das ist nicht wirklich ideal und es gibt auch keine guten offiziellen Tastaturcover. Es gibt zwar Drittanbieter-Lösungen, aber zumindest nichts Offizielles von Apple, was man wirklich empfehlen könnte. 

Zu guter Letzt muss man an dieser Stelle auch noch die alten Übertragungsstandards erwähnen. Das iPad 9 unterstützt weder 5G noch einen aktuellen Bluetooth Standard. Lightning ermöglicht auch keine guten Übertragungsraten über Kabel.

iPad 9 mit Apple Pencil der ersten Generation und Magic Keyboard

Doch für wen ist das iPad 9 eigentlich empfehlenswert? Grundsätzlich für alle, die ein iPad aufgrund seiner Software wollen, so wenig Geld wie möglich ausgeben wollen und dafür bereit sind, wirklich große Abstriche bei der Hardware hinzunehmen. Primär fallen mir da natürlich Schüler ein. Es gibt diese iPad-Klassen, in denen die Dinger in großen Stückzahlen bestellt werden. Dort kommt es maßgeblich auf die Software an und die Hardware ist nicht besonders wichtig. Aber natürlich ist es auch für alle Privatanwender gedacht, die auf gute Hardware verzichten können, so wenig wie möglich ausgeben wollen und schlicht ein iPad brauchen, das gut mit anderen Apple-Produkten zusammenarbeitet. Dann kann das iPad 9 empfehlenswert sein. Ich persönlich würde es jedoch den wenigsten wirklich aktiv empfehlen. 

Das iPad 10

Als Nächstes kommt dann das iPad 10. Apple hat dieses Jahr dem normalen iPad endlich ein moderneres Design verpasst. Und es ist immer noch ein relativ günstiger Einstieg in die Welt von iPad OS mit dem ziemlich starken Apple A14 Prozessor. Mit diesem kann man wirklich sehr viel machen. Mit dem iPad 10 erhält man also ein modernes Design mit einem randlosen Display, bessere Lautsprecher, mit echtem Stereoklang, USB-C und ein gutes aktuelles Tastaturcover. Außerdem ist die Kamera nun im Landscape-Modus oben positioniert und das iPad 10 unterstützt 5G und Bluetooth 5.2, also aktuellere Übertragungsstandards.

iPad 10

Aber es ist leider nicht alles Gold, was glänzt. Zwar sieht das Display im iPad der 10 Generation jetzt moderner aus, da die Displayränder gleichmäßig dünn geworden sind, aber das Display ist als solches trotzdem das gleiche wie im iPad 9. Es gibt keine Laminierung, keine Antireflexbeschichtung, kein P3 Farbraum und dementsprechend ist es nach wie vor kein besonders gutes Display. Es eignet sich auch nicht wirklich gut für Farbbearbeitung.

Auch muss man natürlich sagen, dass es die Problematik gibt, dass das iPad 10 nach wie vor nur den Apple Pencil der ersten Generation unterstützt und da das iPad aber mit einem USB-C-Anschluss ausgestattet ist, kann man den Apple Pencil nicht einmal direkt am iPad laden. Stattdessen braucht man dafür zusätzlich noch einen Dongle und ein zusätzliches Kabel. All das ist nicht wirklich praktisch.

Zu guter Letzt müssen wir an dieser Stelle noch über den USB-C-Port als solchen reden. Denn es ist zwar grundsätzlich schön, dass Apple hier auf USB-C gewechselt ist. Aber es gibt noch ein weiteres Problem mit diesem USB-C-Anschluss: Dieser unterstützt lediglich genauso langsame Übertragungsraten, wie das bei Lightning der Fall ist. Apple nutzt hier das Potenzial von USB-C leider nicht vollkommen aus.

iPad 10

In meinen Augen ist das iPad der 10 Generation ein rundum gutes iPad, das für einige Leute wirklich auch ein Laptop ersetzen könnte. Gleichwohl kommt es mit einigen Abstrichen daher. Es ist meiner Meinung für diejenigen empfehlenswert, die keinerlei Farbbearbeitung mit Ihrem iPad machen wollen und den ein besonders gutes Display auch nicht besonders wichtig ist. Insbesondere richtet es sich nur an diejenigen, die entweder bereits ein Apple Pencil der ersten Generation besitzen und sich dadurch keinen neuen kaufen müssen oder an die Leute, die überhaupt keinen Apple Pencil mit diesem iPad verwenden. Denn der Apple Pencil der ersten Generation ist in meinen Augen das größte Manko an diesem iPad. Ansonsten bekommt man hier schon etwas bessere Hardware, ein gutes Design, einen leistungsstarken Prozessor und alles in allem ein iPad, mit dem wirklich viele Leute sehr glücklich werden können. 

Das iPad Air 5

Als Nächstes wäre da dann das iPad Air 5, eines meiner liebsten iPads, das aktuell bei Apple im Sortiment ist. Denn es ist das erste iPad, bei dem die Hardware so wirklich der guten Software gerecht wird. Zunächst wäre da der M1 Chip, der dem iPad Air 5 massiv viel Leistung spendiert. Zudem ermöglicht dieser, dass man den Stage Manager nutzen kann und externe Displays richtig unterstützt werden. Außerdem sichert er natürlich viele Jahre Softwareupdates. 

iPad Air 5 Nutzung externer Display

Dazu kommt ein laminiertes Display mit einer Antireflexbeschichtung, welches auch den P3 Farbraum unterstützt. Es ist nur ein 60 Hertz Display, aber es ist ein wirklich gutes 60 Hertz Display. Auch hat das Display etwas dünnere Displayränder. Der USB-C-Anschluss unterstützt auch höhere Übertragungsstandards, sodass man das iPad auch gerne mal zusammen mit professionellerem Zubehör oder externen Festplatten nutzen kann. 

Auch beim Zubehör ist das iPad Air 5 dem iPad 10 wirklich deutlich überlegen. Erstens unterstützt es den Apple Pencil der zweiten Generation, welcher magnetisch am iPad haftet und dabei drahtlos aufgeladen wird. Es unterstützt weiterhin natürlich auch das Magic Keyboard, das in meinen Augen beste Tastaturcover für ein Tablet ist. Auf der Gegenseite muss man an dieser Stelle leider anführen, dass bei dem iPad Air 5 die Kamera wieder nach oben positioniert ist, wodurch sie im Landscape-Modus links ist. So sieht es bei Videotelefonaten immer etwas so aus, als würde man an seinem Gegenüber vorbeischauen.

Die Basiskonfiguration des iPads kommt nur mit 64 GB Speicher und auch wenn man grundsätzlich mit dem iPad Air sehr professionell arbeiten kann, sind 64 GB Speicher relativ wenig. Wer hier wirklich professionell arbeiten möchte, der sollte dann vermutlich eher zu den 256 GB greifen, insbesondere wenn man mit Fotos oder Videos arbeitet will.

Das iPad Air 4

Sprechen wir an dieser Stelle auch noch kurz über das iPad Air 4, welches dem iPad Air 5 wirklich in vielen Punkten sehr ähnlich ist. Ich habe es daher wirklich immer sehr gerne empfohlen. Das Problem ist, man bekommt das iPad Air 4 kaum noch gebraucht, geschweige denn irgendwo neu zu kaufen. Wenn ihr es mit gutem Angebot findet, dann ist es nach wie vor empfehlenswert, wenn es nicht teurer als das iPad 10 ist.

iPad Air 4

Das iPad Air 4 hat ebenfalls einen A14 Chip verbaut, genau wie im iPad 10. Wir bekommen aber auf der Vorderseite leider keine Ultra-Weitwinkelkamera mit Folgemodus und auch 5G wird leider nicht unterstützt. Dafür haben wir nach wie vor das laminierte Display, das etwas dünnere Gehäuse und die sehr guten Stereo-Lautsprecher, die ebenfalls noch mal ein klein bisschen besser sind, als beim iPad 10. Alles in allem ist das hier wirklich nach wie vor ein sehr gutes Gesamtpaket, das ich empfehlen kann, wenn man es für einen guten Preis bekommt.

Das 11 Zoll iPad Pro

Sprechen wir noch über das teuerste iPad unter den normal großen Modellen, dem 11 Zoll iPad Pro aus 2022. Dies ist wohl das iPad, das am meisten bietet, dafür natürlich aber auch am meisten kostet. Zunächst verbaut Apple im neuesten iPad Pro den M2 Prozessor, welcher noch mal etwas mehr Leistung bietet als der M1 Prozessor. Das wird für die meisten im Alltag aber vollkommen zu vernachlässigen sein. Außerdem unterstützt das Display vom iPad Pro 120 Hertz Bildwiederholrate, wodurch Inhalte flüssige angezeigt werden und sich auch das Schreiben mit dem Apple Pencil nahtloser anfühlt. 

Apple Pencil der zweiten Generation

Das Display wird auch noch mal 100 Nits heller. Es ist nach wie vor nicht wirklich dafür geeignet, um es draußen zu nutzen, aber in hellen Innenräumen lässt es sich besser ablesen als das Display beim iPad Air. Auch hat das Display im iPad Pro erneut etwas dünnere Displayränder. Die Lautsprecher sind noch mal besser als im iPad Air, welche seinerseits schon noch mal etwas besser waren als die im iPad 10. Hinzu kommt, dass man das iPad Pro nicht über einen Touch ID Sensor entsperrt, sondern über Face ID. In meinen Augen ist das im Alltag wirklich deutlich intuitiver, insbesondere wenn man das iPad mit einem Tastaturcover verwendet. 

Der USB-C-Anschluss an der Seite ist kein normaler USB-C-Anschluss, sondern ein Thunderbolt-Anschluss. Man kann hier Zubehör wirklich noch mal besser und schneller verwenden, als beim iPad Air. Aber auch hier stellt sich die Frage, wie sinnvoll das für welchen Anwender am Ende wirklich sein wird. Auf der Rückseite verbaut Apple dann neben der normalen Kamera auch eine Ultra-Weitwinkelkamera und einen LiDAR-Sensor. Es gibt auch erstmalig einen Blitz, das heißt auch kameratechnisch ist das iPad Pro einfach am besten ausgestattet. 

iPad Pro Kamera

Was ich besonders cool finde, in der Basiskonfiguration kommt das iPad bereits mit 128 GB Speicher, was selbst für den ein oder anderen professionelleren Anwender, der nicht mit großen Video- oder Bilddateien arbeiten möchte, ausreichen könnte. Man kann das iPad Pro noch mit deutlich mehr Speicher konfigurieren, nämlich mit bis zu zwei TB. Bei allen anderen Modellen ist bei 256 GB leider schon Schluss. In meinen Augen liefert das iPad Pro wirklich mit Abstand die beste User-Experience und dafür zahlt man dann eben auch einen stolzen Preis.

Nun ist die Frage, ob diese bessere User-Experience wirklich so viel mehr Geld wert ist. Hier muss ich für die meisten Fälle ganz klar sagen: Nein. Ihr könnt mit dem iPad Air das Gleiche machen, es fühlt sich beim iPad Pro nur etwas besser an. Rein rational betrachtet ist dementsprechend für die meisten Leute das iPad Air die bessere Wahl. Wer wirklich den zusätzlichen Speicher braucht, also mehr als 256 GB Speicher, vielleicht auch mehr als 8 GB RAM, die es ab dem 512 GB Speicher beim iPad Pro auch dazu gibt, für denjenigen könnte das iPad Pro empfehlenswert sein. 

iPad Pro

Ansonsten ist rein rational betrachtet für die meisten Leute das iPad Air wirklich die bessere Wahl, aber manchmal läuft ein Kauf eben nicht nur rational ab. Man ist eben bereit, mehr Geld auszugeben, weil man die bessere User-Experience will. Ich kann das vollkommen verstehen. Es ist dann am Ende aber in meinen Augen keine wirkliche rationale Entscheidung, sondern eher die Entscheidung, dass man eben das Beste möchte und dafür auch bereit ist mehr Geld auszugeben.

Die Vorgänger des 11 Zoll iPad Pro

Wenn wir einmal beim iPad Pro sind, müssen wir natürlich auch über dessen Vorgängerversionen sprechen. Dem iPad Pro aus 2021, 2020 und 2018. Zu dem Modell aus 2021 ist zunächst zu sagen, dass es dem iPad Pro aus 2022 sehr ähnlich ist. Statt dem M2 Chip ist der M1 Chip verbaut. Alles andere ist in meinen Augen fast zu vernachlässigen und selbst der Prozessor wird für die meisten Leute keine Rolle spielen. Wenn ihr also ein Angebot findet, bei dem ihr mindestens 100 € sparen könnt bei einem Vergleich zweier neuer Geräte, greift auf jeden Fall zu dem Modell aus 2021. Ihr macht damit alles richtig.

iPad Pro aus 2021

Bei den Modellen aus 2018 und 2020 wird es dann leider schon etwas komplizierter. Denn hier besteht das Problem, dass Apple hier einen modifizierten A12 Chip verbaut, der so langsam in die Jahre kommt. Er ist zwar nach wie vor wirklich leistungsstark, aber er basiert nun mal auf der Architektur das A12 Chip, welcher schon im iPhone XS damals verbaut war. Dementsprechend hat dieser wirklich schon einige Jahre auf dem Buckel und hier stellt sich daher auch die Frage, wie lange dieser noch Softwareunterstützung bekommt. Außerdem kann man an diese alten iPads auch keine externen Displays richtig anschließen, weil sie eben keinem M1 Chip verbaut haben. Und ihr bekommt auch nicht die Möglichkeit den Stage Manager zu nutzen. 

Nach wie vor sind beide iPads, sowohl das aus 2018, als auch das aus 2020, sehr gute Geräte. Hier muss man dann aber noch mal im Detail schauen, ob man wirklich bereit ist, diesen etwas schwächeren Prozessor in Kauf zu nehmen, damit weniger Jahre Softwareunterstützung zu bekommen und dafür dann halt etwas weniger zu bezahlen. In meinen Augen spielt das aktuell aber ohnehin kaum eine Rolle, weil man die Modelle aus 2018 und 2020 nur noch sehr schwierig bekommt. Aber wenn ihr einen guten Deal macht, dann sind die Modelle natürlich nach wie vor empfehlenswert.

Das 12,9 Zoll iPad Pro

Sprechen wir zu guter Letzt noch über die großen iPad-Modelle. Hier haben wir wie bei den kleinen iPad-Modellen wieder mal nicht allzu viel Auswahl. Das einzige aktuelle Modell, was man hier kaufen kann, ist das 12,9 Zoll iPad Pro aus 2022, das wohl beste Tablet, das man überhaupt kaufen kann. Aber es ist auch aktuell extrem teuer. Grundsätzlich kann das iPad Pro in 12,9 Zoll das gleiche wie das iPad Pro in 11 Zoll. Hinzu kommt aber ein Mini LED Display. Dieses Display hat nicht nur bessere Kontrastwerte, sondern es kann auch deutlich heller werden und ermöglicht damit die Bearbeitung und das Ansehen von HDR-Inhalten. Wer das also braucht, der muss zum größten iPad greifen. 

Vergleich iPad 12,9 Zoll und iPad 11 Zoll

Die Vorgänger des 12,9 Zoll iPad Pro

Wer nicht ganz so viel ausgeben möchte, der kann natürlich auch hier schauen, ob er die älteren 12,9 Zoll iPad Modelle irgendwo noch günstiger bekommt. Hier gilt am Ende das gleiche wie auch schon beim 11 Zoll iPad Pro: Die Modelle werden immer seltener, selbst auf dem Gebrauchtmarkt. Wer ein Modell aus 2021 bekommt und das mindestens 100 € günstiger, dann greift lieber zu dem Modell aus 2021. Ihr macht hier keine spürbaren Abstriche. Bei den Modellen aus 2018 und 2020 gilt wieder das gleiche wie beim 11 Zoll iPad Pro, aber diese sind nach wie vor nicht mehr wirklich gut verfügbar. Wenn ihr sie wirklich nennenswert günstiger bekommt, als die neueren iPad Pro, dann können Sie eine gute Wahl sein.

Bedenkt jedoch, dass bei diesen älteren Modellen dann kein Mini LED Display mehr verbaut ist und auch kein M1 Prozessor. Wir haben hier den A12X bzw. den A12Z Prozessor. Diese sind ebenfalls sehr leistungsstark, aber kommen so langsam in die Jahre. Dementsprechend lohnen sie sich in meinen Augen nur, wenn man hier wirklich ein gutes Angebot bekommt. 

In meinen Augen ist es sehr schade, dass Apple aktuell kein großes iPad Air anbietet, was eine günstigere Alternative darstellen würde, zum iPad Pro. Aber so ist es nun mal. Wer ein großes iPad will, der muss aktuell ziemlich viel dafür auf den Tisch legen.

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