Du brauchst kein M1 iPad Pro 2021!

Vor etwa einem halben Jahr hab ich mir das 12,9“ iPad Pro mit dem M1 Chip gekauft. In erster Linie um es zu testen aber es sollte auch mein 11“ iPad pro zu ersetzen. 

Seitdem habe ich täglich mit dem iPad Pro gearbeitet und kann eigentlich nur zu einem Schluss kommen: Ich würde das M1 iPad Pro nicht wieder kaufen.

Wofür nutze ich mein iPad Pro?

Zunächst das Wichtigste, wofür nutze ich mein iPad Pro überhaupt? Ich bearbeite damit meine Fotos und erstelle die Thumbnails meiner Videos.

App: Affinity Photo

Das geht in meinen Augen mit einem iPad besser als an einem Mac. Außerdem schreibe ich auf dem M1 iPad Pro meine Skripte, erledige meine Recherchearbeiten und antworte auf geschäftlichen EMails. Nach Feierabend konsumiere ich mit dem iPad Pro natürlich auch diverse Inhalte. 

Grundsätzlich versuche ich mit meinem iPad Pro einen Laptop weitesgehend zu ersetzen.

Das heißt, wenn etwas anderes auf dem iPad machen willst, dann könnten meine Erfahrungen mit dem M1 iPad Pro für dich nicht zutreffend sein. 

Nur die Größe macht für mich einen Unterschied!

Im letzten halben Jahr ist mir persönlich zwischen meinem 11“ iPad Pro aus 2020 und meinem 12,9“ iPad Pro aus 2021 nur ein Unterschied wirklich aufgefallen.

Das größere iPad Pro ist für meine Arbeiten definitiv die bessere Wahl. Das 11“ iPad Pro ist ein guter Kompromiss aus einem Tablet mit dem man ganz gut Arbeiten kann, das man aber auch mal einfach als Tablet benutzt.

Das 12,9 iPad Pro eignet sich aber einfach besser zum arbeiten. Egal ob Bildbearbeitung oder Multitasking, das größere Display ist einfach toll und auch die größere Tastatur auf dem Magic Keyboard sollte man nicht verübeln.

Nur das Magic Keyboard des 12,9″ iPad Pro hat eine normalgroße Tastatur

Dafür eignet sich das 12,9“ iPad Pro weniger dafür, es als einfaches Tablet zu benutzen, sodass ich es die meiste Zeit zusammen mit dem Magic Keyboard genutzt habe. Das war aber auch nicht schlimm, da ich auch das 11“ iPad Pro fast ausschließlich mit dem Magic Keyboard genutzt habe. Wer also ein iPad sucht, dass er einfach nur als Tablet benutzen will, dem würde ich am ehesten das iPad mini empfehlen. 

Neuer Chip ohne echte Neuerungen…

Für das größere iPad hätte ich ja nicht zum neuen Model aus 2021 greifen müssen, da hätte ich ja auch einfach das 12,9“ Modell aus 2020 oder gar aus 2018 nehmen können. 

Ich hatte jedoch die Hoffnung, dass Apple mit dem M1 Chip das iPad Pro nochmal auf ein neues Level heben würde. Der neue Chip machte mir Hoffnung auf zwei Dinge. Neue Pro Software wie zum Beispiel Final Cut und richtige Unterstützung für externe Monitore.

Aktuell wird das Display des iPad Pros in der Regel nur auf den externen Bildschirm gespiegelt

Beides kam dann jedoch nicht und das hat mir aufs neue gezeigt, dass man keine Hardware in der Hoffnung auf zukünftige Software kaufen sollte. 

Doch auch sonst sollte der M1 Chip ja einen Performancezuwachs versprechen. Auf dem Papier tut er das er das auch. Nur bringt das relativ wenig, wenn wenn es nach wie vor kaum Programme gibt, die von diesem Persormancezuwachs profitieren. All das was ich mit dem iPad Pro mache fühlt sich letzten Endes nicht wirklich viel schneller an. Einfach weil auch der Chip im iPad Pro aus 2018 und 2020 super schnell war.

Dann doch aber das neue Liquid Retina XDR Display?

Doch wenn schon der schnellere M1 Chip im Alltag kaum spürbar ist, dann doch das neue Liquid Retina XDR Display. Nun ja was soll ich sagen… Nö. Zumindest nicht so wirklich.

Das Display setzt ja nun auf eine mini LED Hintergrundbeleutung, welche für eine höhere Helligkeit und bessere Kontrastwerte sorgen soll. Die Höhehere Helligkeit gibt es jedoch ausschließlich beim ansehen von HDR Inhalten. Also nur dann, wenn ihr euch auf dem ipad einen Film oder Fotos anseht, die in HDR aufgenommen wurde. Das sind zum Beispiel Fotos oder Videos, die ihr mit einem iPhone 12 oder iPhone 13 aufgenommen habt oder auch einige neuere Filme und Serien.

HDR Video auf YouTube

Im Alltag kam damit höhere Helligkeit des Displays nur ziemlich selten zum tragen, da es im Normalbetrieb weiterhin nur 600 Nits erreicht. Diese 600 Nits sind zwar in vielen Situationen ausreichend und es gibt auch aktuell kein nennenswertes Tablett das heller wird, sitzt man aber zum Beispiel am Fenster, und hat die sonne im Rücken, dann währen 800 Nits wirklich schön. In Sachen Helligkeit, ist das Display im Alltag also nicht wirklich besser als ein iPad Pro aus 2018 oder 2020.

Links: iPad Pro 2021 (600 Nits), Mitte: iPhone 13 Pro (1000 Nits), Rechts: iPad Pro 2020 (600 Nits)

Neben der höheren Helligkeit bei HDR-Inhalten, soll das Display aber auch einen besseren Kontrast bieten, da im Gegensatz zu einem klassischen LC-Display die Hintergrundbeleuchtung in einzelnen Bereichen vollkommen ausschalten kann.

Links: LCD, Rechts: Mini-LED

Dadurch ist das Display in der Lage echtes schwarz anzuzeigen. Wirklich auffallen tut dieser Unterschied in meinen Augen aber nur dann, wenn man zum Beispiel einen Film ansieht, bei dem aufgrund des Formats oben und unten schwarze Balken angezeigt werden. 

Bei Normalen Lichtverhältnissen und bei normalen Tätigkeiten fällt mir der Unterschied aber nicht wirklich stark auf und wäre für mich wiederum kein Grund explizit zu diesem iPad zu greifen.

Thundbold 3: Für mich kaum ein Mehrwert

Apple verbaut nun auch im iPad Pro einen Thunderbolt 3 Anschluss. Das ist gut. Der Anschluss ist nach wie vor aber nicht so schnell wie der Thunderboltanschluss an einem Mac. Auch nutze ich an meinem iPad nie Zubehör mir Thunderbolt 3.

5G: Ein teures und unnötiges Upgrade

Es ist ja schön und gut, dass das iPad Pro jetzt auch 5G unterstützt. Nach wie vor ist die Netzabdeckung mit 5G aber noch stark ausbaufähig und der Nutzen von 5G sehr gering. Ich würde generell den wenigsten die Cellular-Version empfehlen. Ein Hotspot vom iPhone hilft zur Not fast genau so gut.

Kamera mit Centerstage

Die neue Frontkamera ist sicherlich eine coole Sache. Es handelt sich um einen Ultra-Weitwinkel, der Automatisch dein Gesicht tracken kann.

Mir wäre es jedoch lieber gewesen, wenn Apple die Kamera im Landscape Modus oben und nicht links positionieren würde.

Fazit: Ein iPad Pro aus 2018 funktioniert für mich genau so gut!

Das iPad Pro hat auf dem Papier eine Vielzahl cooler Neuerungen bekommen. Für meine Arbeit funktioniert ein iPad Pro aus 2018 oder 2020 jedoch genau so gut. Aktuell fehlt es einfach immer noch an wirklich potenter Software, um die Leistung des iPad Pros vollkommen auszuschöpfen.

Müsste ich also heute ein neues iPad für mich kaufen, dann würde ich zu einem gebrauchten iPad Pro in 12,9″ aus 2018 oder 2020 greifen.

Schau dir jetzt mein Video hierzu auf YouTube an!

PS: Seitdem ich ein M1 Max 16″ MacBook Pro mein Eigen nenne, kommt das iPad immer seltener zum Einsatz.

Über Moritz

Hey, ich bin 23 und teste leidenschaftlich gern Technik. Auf meinem YouTube Kanal, diesem Blog, Instagram oder auch TikTok findet ihr daher diverse Testberichte, Vergleiche und vieles mehr! 

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