Braucht man eine Apple Watch?

In meiner Kindheit habe ich nie gerne Uhren getragen. Vor zwei Jahren hat sich das auf einen Schlag geändert. Ich habe damals meine erste Apple Watch gekauft.

Ich kaufte zunächst die Apple Watch Series 4. Nach einem Jahr wechselte ich auf die Apple Watch Series 6 und nun bin ich auf die Apple Watch Series 7 umgestiegen.

In meinen Tests stand eine Frage immer im Mittelpunkt: Braucht man eine Apple Watch wirklich oder ist sie nur eine teure Spielerei?

Das Wichtigste immer im Blick!

Es gibt einen Punkt, den ich an Uhren immer unterschätzt habe. Es ist super praktisch innerhalb von Sekunden die Uhrzeit, das Datum und das Wetter vom Handgelenk ablesen zu können.

Ich war es gewohnt, dass ich hierfür immer mein Smartphone zur Hand nehmen muss. Das ist jedoch in vielen Situationen unhöflich und führt oft dazu, dass man sich dann von seinem Smartphone ablenken lässt.

Dafür benötigt man streng genommen natürliche keine Apple Watch. Für alle, die bisher noch gar keine Uhr getragen haben, ist das dennoch nicht zu vernachlässigen.

Empfange und bewerte Nachrichten

Wenn ich eine Benachrichtigung bekomme, dann meldet sich nicht mein iPhone, sondern meine Apple Watch. Ein kurzer Blick genügt und ich kann die Benachrichtigung in vier Kategorien einteilen:

  1. Die Benachrichtigung ist unwichtig und ich kann sie in diesem Moment ignorieren
  2. Die Benachrichtigung ist wichtig, bedarf aber keiner Interaktion
  3. Die Benachrichtigung ist wichtig, es reicht jedoch, wenn ich sie mit der Apple Watch beantworte
  4. Die Benachrichtigung ist wichtig und ich benötige mein iPhone, um darauf zu reagieren

In den ersten drei Fällen spart mir die Apple Watch Zeit, im vierten Fall kostet sie mich etwas Zeit. Insgesamt nehme ich mein Smartphone seltener in die Hand. Und wenn man sein Smartphone seltener in die Hand nimmt, dann sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, mal wieder eine halbe Stunde sinnlos auf TikTok zu verbringen.

Außerdem empfinde ich es als höflicher, nur kurz auf meine Uhr zu schauen anstatt ständig mein Smartphone hervorzuholen.

Antworte auf Nachrichten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um mit der Apple Watch auf Nachrichten zu antworten. Man kann zum Beispiel:

  • Mittels vorgefertigter Nachrichten schnell antworten (Diese kann man auch selbst erstellen)
  • Buchstabe für Buchstabe mit dem Finger zeichnen
  • einen Text diktieren
  • ein Memoji als Nachricht verschicken
Mit Kritzeln schreibst du Buch­staben auf das Display

Kommuniziert man über den Appleeigenen Dienst iMessage, dann kann man über die Apple Watch auch Sprachnachrichten verschicken.

Telefoniere mit der Apple Watch

Wenn ich angerufen werde, dann klingelt nicht mein iPhone, sondern es vibriert meine Uhr. Dadurch besteht nie die Gefahr, dass eine Veranstaltung durch mein klingelndes Smartphone gestört wird. Gleichzeitig ist es aber auch fast unmöglich ein Anruf zu verpassen.

Wirklich telefonieren tue ich mit meiner Apple Watch aber relativ selten. Habe ich mein iPhone aber nicht gleich zur Hand, dann ist auch das möglich.

Trainiere mit der Apple Watch.

In der Apple Watch sind zahlreiche Sensoren verbaut, um dein Training aufzuzeichnen. Es gibt kaum eine Sportart, die die Apple Watch nicht kennt und da die Apple Watch wasserdicht ist, kann man mit dieser auch problemlos schwimmen gehen.

Geht man etwa Joggen, dann zeigt einem die Uhr permanent die wichtigsten Informationen an.

Das wären in diesem Fall:
– vergangene Zeit
– Herzfrequenz
– Geschwindigkeit
– zurückgelegte Strecke

Die angezeigten Informationen können je nach Training variieren.

Nach dem Training kann man dann auf dem iPhone in der Fitness App noch mehr Informationen einsehen.

Musik hören mit der Apple Watch.

Apropos Laufen. Wer kennt es nicht? Man hat keine Lust sein iPhone mitzunehmen und will trotzdem Musik hören.

Mit einer Apple Watch ist das kein Problem. Man kann unter anderem Musik von Apple Musik oder Hörbücher von Audible auf der Apple Watch offline speichern und dann auf seine AirPods streamen. So kann man sein iPhone getrost zu Hause lassen.

Außerdem finde ich es wirklich praktisch, dass ich mit der Apple Watch die Musikwiedergabe von meinem iPhone steuern kann.

Mit der Apple Watch bezahlen

Ich bezahle mittlerweile fast alles mit meiner Apple Watch. Ein doppeltes Tippen auf die Seitentaste aktiviert Apple Pay. Dann muss man die Uhr nur noch an das Bezahlsystem halten.

Das funktioniert, da in der Apple Watch ein NFC Chip verbaut ist. Der Vorteil zu einer klassischen Giro- oder Kreditkarte ist hierbei eindeutig.

Der NFC Chip wird erst durch einen Doppeltipp aktiviert und die Uhr vibriert nach dem Bezahlvorgang. Ein unbemerkter Missbrauch ist daher fast ausgeschlossen.
Und wer sich Sorgen darüber macht, dass die Apple Watch gestohlen werden könnte, den kann ich beruhigen. Nimmt man die Apple Watch vom Arm, so wird sie sofort gesperrt und man kann damit nicht mehr bezahlen. Für einen Dieb ist die Uhr damit unbrauchbar.

Überwache deinen Schlaf mit der Apple Watch

Du kannst deinen Schlaf mit der Apple Watch ganz einfach tracken. Lass sie dafür beim Schlafen einfach am Handgelenk und aktiviere die Schlaffunktion.

Aktuell finde ich die Schlafauswertung von Apple aber noch etwas dürftig. Andere Apps zeigen einem deutlich mehr Informationen über den eigenen Schlaf. Ich teste gerade AutoSleep und bin bisher sehr angetan.

Der Nachteil: Willst du deinen Schlaf aufzeichnen, kannst du die Uhr nicht über Nacht aufladen. Mit der Apple Watch Series 7 wurde die Ladezeit um 33 % verkürzt. Dadurch reicht es für mich die Uhr kurz vor und nach dem Schlafen zu laden. Bei den älteren Modellen reichte das bei mir meist nicht.

Laden ist super einfach

Zwar ist der Akku von der Apple Watch nicht der stärkste, aber das Aufladen geht immer super einfach. Einfach die Apple Watch auf den magnetischen Puck legen und schon wird die Uhr drahtlos aufgeladen.

Die Zukunft der Gesundheit am Handgelenk

So bewirbt Apple die eigene Smartwatch nur allzu gerne. Doch was ist da eigentlich dran?

Es ist kein Geheimnis, dass es bereits Fälle gab, in welchen eine Apple Watch ihrem Besitzer das Leben gerettet hat. Da wäre etwa die automatische Sturzerkennung, bei der im Notfall der Rettungsdienst angerufen wird. Oder auch das EKG, bei dem Unregelmäßigkeiten festgestellt werden können.

Ich persönlich nutze die EKG-Funktion aber fast nie und auch die Blutsauerstoffmessung ist eher eine Spielerei. Lediglich die Pulsüberwachung kommt bei mir regelmäßig zum Einsatz.

Damit die Apple Watch wirklich irgendwann die Zukunft der Gesundheit darstellt, muss noch einiges passieren. Dennoch sehe ich hier sehr viel Potenzial und schon jetzt diverse Möglichkeiten, wie die Apple Watch die Gesundheit ihres Trägers verbessern kann.

Lass dich erinnern gesünder zu leben!

Die Apple Watch kann dir verschiedene Benachrichtigungen schicken, die dich daran erinnern sollen, gesünder zu leben. So fordert dich die Uhr regelmäßig dazu auf aufzustehen. Auch an Pausen zum Durchatmen kann man sich erinnern lassen.

Am praktischsten finde ich aber die Ringe, die mir zeigen, ob ich mich ausreichend bewege.

Hoch lebe das Ökosystem

Die Apple Watch ist perfekt in das Apple Ökosystem eingebunden. Nicht nur Nachrichten und Anrufe können auf der Apple Watch empfangen werden.

Auch wird unter anderem die Navigation von Apple Karten automatisch auf die Uhr übertragen.

Das macht die Apple Watch besser als die Konkurrenz!

Alles, was bis jetzt kam, das kann auch manch eine Android Smartwatch. Doch was macht die Apple Watch jetzt so besonders?

1. Ungeschlagene Performance

Keine Uhr läuft so flüssig, schnell und zuverlässig wie eine Apple Watch. Hier zahlen sich die super schnellen und effizienten Chips von Apple so richtig aus. Das garantiert natürlich auch eine längere Lebensdauer als bei der Konkurrenz.

2. Die einzige Smartwatch mit einem guten Vibrationsmotor

Die Taptic Engine ist eines der größten Bauteile innerhalb der Apple Watch. Das kann sich Apple nur erlauben, da der Prozessor so effizient arbeitet. Alle anderen Smartwatches sparen den Platz, den ein guter Vibrationsmotor benötigt, zugunsten des Akkus ein. Diesen Unterschied spürt man enorm. Während die Apple Watch von sanft bis stark präzise an dein Handgelenk klopft, kann man davon bei anderen Smartwatches nur träumen.

3. Mehr Apps als auf irgendeiner anderen Smartwatch

Die Apple Watch hat das beste und größte App-Angebot. Punkt.

4. Das größte Angebot an Zubehör

Es gibt keine Smartwatch, für die es mehr Zubehör gibt. Egal, ob Armbänder, Ladegeräte oder ein passendes Case – du findest immer etwas Passendes.

Die Nachteile einer Apple Watch

Wer hätte es gedacht, die Apple Watch ist nicht perfekt. Die Nachteile sind aber überschaubar.

  1. Der Akku hält maximal anderthalb Tage (Über einen Tag kommt man sicher, mehr jedoch nicht)
  2. Die Apple Watch funktioniert nur mit einem iPhone
  3. Es gibt zwar sehr viele schöne und praktische Ziffernblätter, man kann jedoch keine eigenen erstellen

Fazit: Von Brauchen kann nicht die Rede sein.

Man braucht kein Apple Watch. Ich habe Jahrelang ohne eine gelebt und war auch glücklich. Ich kann jedoch nicht bestreiten, dass eine Apple Watch in vielen Situationen wirklich praktisch ist und meinen Alltag immens bereichert.

Wenn du also gerade nachdenkst, dir ein neues iPhone zu kaufen, weil dein altes mittlerweile 2–3 Jahre alt ist, dann denke lieber mal darüber nach, dir stattdessen eine Apple Watch zu kaufen. Ich bin mir sicher, dass sie deinen Alltag mehr bereichern wird.

Welches Modell?

Es ist gar nicht so einfach eine bestimmte Apple Watch zu empfehlen. In meinen Augen sind alle Modelle ab der Series 5 empfehlenswert. Auch die Frage, ob Aluminium, Edelstahl oder Titan werde ich in einem weiteren Artikel beantworten.

Ein Tipp von mir: Die Edelstahlmodelle aus dem Vorjahr sind meist noch in einem perfekten Zustand und halten noch viele Jahre. Kann man sie günstig bekommen, dann sind sie meist eine ausgezeichnete Wahl.

Erfahre mehr zum Thema in meinem YouTube Video:

Über Moritz

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